24 Stunden Europa in Echtzeit

Da am morgigen Samstag das Wetter nicht unbedingt für Aktivitäten im Freien geeignet ist, machen wir sehr gerne auf ein besonderes „Ferseh-Event“ aufmerksam. Am 04. Mai 2019 gibt es unter anderem im „rbb-fersehen“ und auf YouTube eine 24 stündige Dokumentation.

 

Ein Tag im europäischen Universum, erzählt durch die Augen junger Menschen an verschiedenen Ecken des Kontinents: vom 4. Mai 6 Uhr morgens bis 5. Mai 6 Uhr morgens. 60 Protagonisten zwischen 18 und 30 Jahren aus 26 Ländern im geografischen Europa und mit den verschiedensten Hintergründen nehmen uns mit in ihren Alltag, in ihre Welt, erzählen uns von ihren Träumen und Lebensrealitäten. Ein einzigartiges Zeitdokument, ein Manifest für die Zukunft: Für 24 Stunden betrachtet das außergewöhnliche Dokumentarfilmprojekt das heutige und zukünftige Leben der nächsten Generation. Die Erzählung entfaltet sich in Echtzeit – was um 6.00 Uhr morgens passiert ist, wird auch um 6.00 Uhr ausgestrahlt. Das Publikum kann in den kontinuierlichen Fluss eintauchen, den Protagonisten über die gesamte Dauer des Programms folgen oder nach seinem Zeitplan ein- und aussteigen.

Von Sofia über Toulouse, nach Barcelona, Almeria, Belgrad, Zürich, Lesbos, Helsinki, Magnitogorsk, Odelzhausen, Namur, Tallin, Sarajevo, Kautokeino und Warschau bis hin zu den Westfjorden auf Island – ein Tag lang wird der Zuschauer mitgenommen in die Lebenswelten junger Protagonisten in allen Ecken des Kontinents. Sie sind religiös, alternativ, weltoffen, nationalistisch, heimatverbunden, privilegiert oder benachteiligt. Sie sind AussteigerInnen, LandwirtInnen, FischerInnen, SoftwareentwicklerInnen, Tuk-Tuk-FahrerInnen, KickboxerInnen, ÄrztInnen, LehrerInnen, StudentInnen und Auszubildende, KrankenpflegerInnen, DJs, KünstlerInnen, NaturfotografInnen, Geschäftsleute oder Arbeitslose. Sie gehören Minderheiten an, kämpfen an der Front, sind politisch engagiert, sprechen mehrere Sprachen, leben in abgeschiedenen Dörfern und Großstädten, sind in Europa aufgewachsen, nach Europa geflohen, setzen sich für Frauenrechte ein. Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Was sind ihre Träume und Ängste? Und wie sehen sie die Zukunft Europas?

Unter anderem aus Berlin:

Candy Crash, 27, Deutschland - Drag-Queen und Influencer

Candy Crash, 27, YouTuberin — Candy Crash ist eine Erscheinung, geschminkt wie ungeschminkt. Meistens ist Candy allerdings geschminkt, denn um Make-up und Beauty herum baut sie im Netz gerade ein kleines Candy-Imperium auf. In ihrem bürgerlichen Leben ist sie ein Mann, aber Candy ist eben keiner. Eines Tages, das ist Candys Traum, möchte sie eine berühmte Dragqueen sein. Als Mensch, der sich jenseits von Genderstereotypen inszeniert, wird Candy im Netz auch angefeindet. Das trifft sie, aber sie versucht, die Hasskommentare nicht zu sehr an sich herankommen zu lassen. Candys YouTube-Kanal „Süßigkeiten Unfall“ hat mehr als 30.000 Abonnenten, auf Instagram folgen knapp 20.000 Menschen „thecandycrash“. Ihre Fangemeinde, die Candy vor allem mit Schminktutorials beglückt, schätzt sie als überwiegend jung, weiblich und heterosexuell ein. Integriert in diese Glamourwelt ist auch Candys Großmutter. Einmal hat Candy sie vor der Kamera von einer gediegenen älteren Dame in einen mondänen Vamp verwandelt. Zu beider Begeisterung. Und der von Candys YouTube-Gemeinde.

 

Fotos:

Titelfoto: 24h Europe, SWITZERLAND Doni schwimmt im Zürcher See.
© zero one 24 / Aissa Tripodi

24H Europe, DEUTSCHLAND Youtuber und Drag Queen Candy verwandelt den 71 jährigen Senior Hardy in die Drag Queen Otilie.
©zero one 24 / Tobias Kruse / Ostkreuz

Texte: tb/ Pressemappe rbb/Arte